2019 – Hans-Rudolf Fitze

«Ein Maler ist für mich jemand, der „etwas etwas anders sieht».

Das Resultat dieses Sehens, ist eine Hervorbringung. In meinem Fall sind diese Hervorbringungen gegenständliche Bilder, die – auch – das Sehen an sich thematisieren. Beim Herstellen der Bilder vertraue ich auf mein visuelles Gedächtnis. Ich gehe von einer Bildvorstellung aus. Nicht von einer in Sprache gefassten Thematik. Ist eine Vorstellung für das Auge sichtbar geworden, meist in Form einer Zeichnung, hat ein Bildfindungsprozess begonnen. Ich mache noch eine Zeichnung. Ein Aquarell. Oder ein kleines Bild. Ich ändere die Komposition. Füge dazu. Nehme weg. Dieser Prozess kann in den Entschluss münden, ein grosses Bild anzufertigen. Malerei hat mit sehen zu tun. Malerei ist ein langfristiges Projekt. Malerei ist schwierig. Mit zunehmendem Alter wird man routinierter. Die Malerei bleibt schwierig.

Hans-Rudolf Fitze, 23. April 1956

Vorkurs, Ausbildung zum Zeichnungslehrer an der Kunstgewerbeschule Basel 1978–83, Lenz Klotz
Eidg. Kunststipendium 1986/90
Stipendium der Ausserrhodischen Kulturstiftung 1994
Werkbeitrag Basel-Stadt 2008/13
Werkbeitrag Aargauisches Kuratorium 2017
Aufenthalt am Istituto Svizzero di Roma 1994/95
Ausstellungen u. A. Kunstmuseum Olten 1992/02
Kunsthalle Basel 2013/14

Lebt und arbeitet in Wyssachen, BE und Basel. Teilpensum als Zeichnungslehrer

www.art-etage.ch

Kunstblatt Hans-Rudolf Fitze